Künstler (13): Yan Xing

Aristide Maillol, Constantin Brancusi, Auguste Rodin – das sind nur einige Namen von Künstlern, an denen sich Yan Xing abarbeitet. Seine Auseinandersetzung mit der klassischen Moderne dient ihm als Inventar und Folie für seine Selbstaktualisierung als Künstler und als junger Mann. In seiner Suche nach der „perfektesten, attraktivsten, elegantesten und allerwunderbarsten männlichen Figur“ stellte er eine nachgebaute Renaissanceskulptur in das Zentrum der Ausstellung „REALISM“ (2011). Um diese herum trugen er und sieben weitere Akteure in einer Performance Zitate aus André Bretons Surrealistischem Manifest vor. Die Serie „Arty, Super-Arty“ bezieht der Künstler auf Edward Hoppers berühmtes Bild „Nighthawks“. Auf den Fotografien sieht man Yan Xing mit befreundeten Künstlern in hochästhetisch inszenierten Tableaux, die ein spannungsvolles Beziehungsgeflecht zwischen den Akteuren darstellen … und einem den Atem nehmen. Westliche Moderne ist für Yan Xing kein Gegenstand postkolonialer Diskurse, sondern eine direkte Quelle erotischer Selbstaktualisierung.

Yan Xing, Arty, Super-Arty, 2013 (film still No. 3) photography (b/w), ultra giclée 96×136 cm, Edition of 5 + 1 AP

Yan Xing, Arty, Super-Arty, 2013 (film still No. 3) photography (b/w), ultra giclée 96×136 cm, Edition of 5 + 1 AP

Yan Xing, Arty, Super-Arty, 2013 (film still No. 2) photography (b/w), ultra giclée 96×136 cm, Edition of 5 + 1 AP), ultra giclée 96×136 cm, Edition of 5 + 1 AP

Yan Xing, Arty, Super-Arty, 2013 (film still No. 2) photography (b/w), ultra giclée 96×136 cm, Edition of 5 + 1 AP), ultra giclée 96×136 cm, Edition of 5 + 1 AP