Künstler (7): Li Hu

 

Li Hui gehört zu den wenigen chinesischen Künstlern, die intensiv mit dem Medium Licht arbeiten. 

Li Hui, Foto © Thomas Eller

Li Hui, Foto © Thomas Eller

Das ist erstaunlich, da im chinesischen Alltag Licht – in für westliche Augen extrem raffinierter Form – sehr präsent ist; sei es in Form von Leuchtreklamen, Mediafassaden oder Lichtkonzepten in Firmenlobbys, Restaurants und Hotels. Der Einsatz von Licht als Illusion und Transparenz ist bei Li Hui inhaltlich motiviert und wesentlicher Bestandteil seiner Kunst. Besonders deutlich wird dies in Arbeiten, die durch Laserstrahlen räumliche Strukturen wie Türen oder Gitter entstehen lassen. Die einen Raum im Raum schaffenden  Laserstrahlen sind klar und präzise. In der Arbeit Cage (erstmals 2006 in Beijing, seither mehrmals erweitert und verändert) suggerieren sie Grenzen, die dem Betrachter virtuell-physische Schranken setzen, die zuerst gedanklich und dann auch physisch überwunden werden müssen. Mit solchen Grenzsetzungen und Widerständen möchte Li Hui auch gesellschaftliche Beschränkungen, denen wir ausgesetzt sind, erfahr- und wahrnehmbar machen.

Li Hui, Cage, 2006, 36 green idiode lasers, iron frame (200 × 200 cm), bars, 2 fog machines, dimensions variable

Li Hui, Cage, 2006, 36 green idiode lasers, iron frame (200 × 200 cm), bars, 2 fog machines, dimensions variable