Symposium in der Eröffnungswoche

Parallel zur Ausstellung findet ein umfangreiches Begleitprogramm statt. Gleich nach der Eröffnung starten wir mit einem Symposium.

“Die 8 der Wege”-Kuratoren Guo Xiaoyan, Andreas Schmid, Beijing, November 2013, Foto © Thomas Eller

Mit drei Impulsvorträgen und Podiumsdiskussionen bietet das Symposium am 1. Mai 2014 einen Einblick in das Arbeitsumfeld der ausgestellten Künstler und ermöglicht so ein besseres Verständnis ihrer Werke. Kuratoren, Künstler und Gäste diskutieren über die junge Kunstszene in Beijing, ihre Ideen und künstlerischen Herangehensweisen, ökonomischen Zusammenhänge im Kontext chinesischer Kulturpolitik. Als Teilnehmer werden u.a. die Kuratoren der Ausstellung – Guo Xiaoyan, Thomas Eller, Andreas Schmid –, Anja Goette (Merics, Mercator Institute for China Studies), Chen Yang (Direktorin WiE KULTUR), Galerist, Kurator und Autor Alexander Ochs sowie ausstellende Künstler wie Fang Lu und Colin Chinnery erwartet.

Vorläufiges Programm (1. Mai 2014, Uferhallen, Beginn: 13 Uhr, Ende: 19 Uhr, alle Vorträge in englischer Sprache):

Thema: Künstler
Strömungen und Tendenzen in der zeitgenössischen chinesischen Kunst, insbesondere in Werken Pekinger Künstler im gesellschaftlichen, politischen, kulturellen und philosophischen Kontext.

Thema: „Betriebssystem Kunst“
Galerien, Museen, Messen, Auktionshäuser, die Fachpresse, das Sammlerwesen, Preisverleihungen, Stiftungen und nicht zuletzt Wirtschaftsunternehmen sind wesentliche Funktionsträger des deutschen Kunstbetriebs. Wie „funktioniert“ demgegenüber der chinesische Kunstbetrieb?

Thema: Kulturpolitik in der Spannung zwischen Softpowerstrategien und staatlichen Einflussmöglichkeiten. Welche Auswirkungen hat staatliche Kulturfinanzierung?
Der 12. Fünfjahresplan der Volksrepublik enthält zum ersten Mal einen Schwerpunkt auf Kulturpolitik. Bis zum Jahr 2015 soll erreicht werden, dass der kulturelle Sektor 5 Prozent des Bruttosozialprodukts ausmacht und damit zur „Säulenindustrie“ Chinas wird. Der Stellenwert der Kunst in der chinesischen Kulturpolitik: Mit dem häufig verwendeten Begriff der „Grauzone“ soll einerseits die politische Verantwortung von Künstlern verwischt werden andererseits aber die inzwischen entstandenen Freizonen künstlerischer Meinungsäußerung geschützt werden: Sie in einer „Grauzone“ zu belassen, kann davor schützen, neue Konflikte mit dem Staat heraufzubeschwören. Wie bewegen sich Pekinger Künstler in diesem Spannungsfeld?

Anmeldung: symposium@die8derwege.info